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Wartburg-Galerie

Wartburg bedeutet nicht zwangsläufig DDR-Design, Rennpappe und Einheitsbeige. Der Wartburg 311 de Luxe ist Baujahr 1959. Weitere Infos zum Wartburg finden Sie am Seitenende.

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Infos zum Wartburg de Luxe

Hersteller: VEB Automobilwerk Eisenach
Typ: Wartburg 311 de Luxe
Erstzulassung: 09.11.59
Motor: 3-Zylinder-2-Takt, 1000 ccm, 45 PS
Kühlung: Thermosyphon, d. h. mit Wasser, aber ohne Pumpe. Kühler hinter dem Motor eingebaut. Kein Thermostat, Temperatur wird mit Jalousie hinter dem Kühlergrill reguliert
Getriebe: 4-Gang mit Freilauf (Motor geht bei Schiebebetrieb in Leerlauf), Lenkradschaltung

Durch einen Freund auf den Geschmack gekommen kaufte ich im Sommer 1991 zunächst einen Wartburg 311 Kombi. Die ungewöhnliche Technik, die lustige Karosserieform und der niedrige Verkaufspreis (DM 600) waren unwiderstehlich.

Das Exemplar erwies sich als zwar voll fahrbereit, aber heillos verbastelt, kaum ein Teil war noch original, selbst Rahmen und Karosserie waren schon ausgetauscht worden!
Zufällig wurde mir wenig später eine 4-türige Luxuslimousine angeboten, die sich in wesentlich besserem und insbesondere weitgehend originalem Zustand befand, was bei Ostblock-Fahrzeugen äußerst selten ist. Sogar der Verbandkasten aus Holz einschließlich Kontrollzettel von 1959 war noch vorhanden! Der Vorbesitzer hatte das Auto selbst aus Sachsen "importiert", wo es fast 30 Jahre lang in Erstbesitz gewesen war. Der noch niedrigere Kaufpreis von nur DM 400 machte die Entscheidung leicht...

Zunächst boxte ich meine Neuerwerbung durch den TÜV, meldete sie allerdings wegen verschiedener akuter technischer Mängel bald wieder ab. Bedenklich war vor allem, daß die Bremsen ständig heißliefen.

In den folgenden Monaten wurde die Technik aufgefrischt, die Karosserie teilrestauriert und der eine oder andere kleine Originalitätsmangel behoben. Andere Wartburgs dienten als Teilespender.

Im Sommer 1993 schließlich nutzte ich meinen skurrilen Oldie als Alltagsauto. Die komische Technik machte großen Spaß, lauerte aber auch mit üblen Gemeinheiten auf. Der Motor lief wegen defekter Zündkabel und ausgelutschtem Vergaser anfangs miserabel, die Batterie war dauernd leer, der Kühler wurde undicht, eine Stoßdämpferaufnahme brach ab, das Ausrücklager versagte auf einer Reise nach Dresden, der Auspuff war fast immer undicht, ein Pleuellagerschaden bremste das Vorwärtskommen...

Nach und nach bekam ich alles in den Griff, kam aber gleichzeitig zur Erkenntnis, daß exotische, alte, stark gebrauchte Autos wegen mangelnder Zuverlässigkeit, Unbequemlichkeit und schwieriger Ersatzteilversorgung nicht wirklich alltagstauglich sind und nutze ihn seither nur noch als Zweit- oder Drittwagen.

So mancher nicht eingeweihter Tankwart ist irritiert, wenn ich literweise Rasenmäher-Öl kaufe und skrupellos bleifreies Benzin in ein soooo altes Auto tanke...

Rängtängtäng...
 


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zuletzt geändert am 04.12.2005